Verputz mit Asbest

"Good Practice" für Fliesenkleber, Verputz und Spachtelmassen

Die Fachverbände VABS und FAGES haben eine "Good Practice" zum Umgang mit Fliesenkleber, Verputz und Spachtelmasse bei der Diagnostik publiziert. Auch Verputze gelten nun als Material, das bei einem Gutachten systematisch untersucht werden muss.

Eine Arbeitsgruppe der Vereinigung Asbestberater Schweiz VABS und des Fachverbandes Gebäudeschadstoffe Schweiz FAGES haben eine "Good Practice" zum Umgang mit Fliesenkleber, Verputz und Spachtelmasse bei der Diagnostik ausgearbeitet.

Insbesondere zur Frage der Beprobung von Verputzen bestand bislang kein Konsens unter Fachleuten. Diese Lücke wird nun geschlossen: Verputze müssen bei einer Schadstoffexpertise systematisch untersucht werden, auch beim Rückbau von einem Gebäude. Definiert wird auch Folgende:

  • Mischproben: Mischproben aus bis zu fünf Einzelproben über mehrere Schichten der gleichen Anwendung (z.B. Verputz in Zimmern) sind zulässig. Mischproben über verschiedene Anwendungen oder verschiedene Materialien sind hingegen nicht zulässig. Wenn Mischproben genommen werden, muss das Labor darauf hingewiesen werden, dass eine Durchmischung der Probe vor der Analyse notwendig ist.
  • Anzahl Proben: In 10 bis 25% der baugleichen Räume/Anwendungen müssen Proben genommen werden. Für ein Einfamilienhaus sind dies ca. 3. bis 5 Proben. Beim Rückbau dürfen es tendenziell weniger Proben sein, wenn Flächen geschliffen werden, tendenziell mehr.

Für Spachtelmassen hält das Dokument fest: "Nach gegenwärtigem Stand der Technik / Stand des Wissens kann bei einem Schadstoffgutachten auf eine systematische Aufnahme und Beprobung von Spachtelmassen verzichtet werden".

Das Datenblatt auf Polludoc bezüglich Verputz wurde bereits entsprechend angepasst. Anpassungen für Fliesenkleber und Spachtelmassen werden folgen.

PDF der Good Practice lesen.

(Version française de la "good practice)